Wissenswertes zu Diamanten
Diamanten gehören zu den faszinierendsten Edelsteinen der Welt. Sie stehen für Schönheit, Beständigkeit und Wert. Neben den klassischen, über Millionen Jahre in der Natur entstandenen Diamanten gewinnen heute auch laborgezüchtete Diamanten zunehmend an Bedeutung. Beide Varianten besitzen identische chemische und physikalische Eigenschaften – unterscheiden sich jedoch in Herkunft, Preis und Nachhaltigkeit.
Natürliche Diamanten
Natürliche Diamanten entstehen tief im Erdinneren. Dort kristallisiert Kohlenstoff unter extremem Druck und bei Temperaturen von über 1.000 °C über einen Zeitraum von Millionen Jahren. Seine Seltenheit macht ihn zu einem begehrten Symbol für Beständigkeit und Wertschätzung. Gleichzeitig ist der Abbau aufwendig und mit hohen Kosten verbunden, was den Preis in die Höhe treibt. Hinzu kommt, dass der Abbau von Diamanten nicht selten ökologische und soziale Herausforderungen mit sich bringt.


Laborgezüchtete Diamanten
Laborgezüchtete Diamanten sind chemisch, optisch und physikalisch mit natürlichen Diamanten identisch. Sie unterscheiden sich nur in ihrem Ursprung. Laborgezüchtete Diamanten sind häufig günstiger, umweltfreundlicher und frei von Konflikten.
Natürliche und Labor-Diamanten im Vergleich
Laborgezüchtete Diamanten bieten die gleiche optische Qualität wie natürliche Steine, unterscheiden sich jedoch deutlich im Preis und eröffnen dadurch neue Möglichkeiten bei der Auswahl von Größe und Qualität.
Natürliche Diamanten
Über Millionen Jahre in der Erde gebildet
Reiner Kohlenstoff, identisch kristallin
Keine sichtbaren Unterschiede zu Labor-Diamanten
Höherer Preis, da begrenztes Vorkommen
Meist kein nachhaltiger Abbau der die Umwelt belastet
Der Wiederverkaufswert ist meist stabil oder steigend
Labor-Diamanten
Innerhalb weniger Wochen im Labor hergestellt
Reiner Kohlenstoff, identisch kristallin
Keine sichtbaren Unterschiede zu natürlichen Diamanten
Geringerer Preis, da unbegrenzt produzierbar
Geringere Umweltbelastung bei der Produktion
Der Wiederverkaufswert ist bisher niedriger
Die 4Cs der Diamantenqualität
Die Qualität von Diamanten wird international anhand der sogenannten 4Cs bewertet. Diese Kriterien bestimmen maßgeblich, wie wertvoll ein Diamant ist.

Carat (Karatgewicht)
Das Karat beschreibt das Gewicht eines Diamanten, wobei ein Karat 0,2 Gramm entspricht. Je schwerer ein Diamant ist, desto größer erscheint er und desto seltener ist er. Dies führt zu einem deutlichen Preisanstieg.

Cut (Schliff)
Der Schliff entscheidet darüber, wie das Licht in einem Diamanten reflektiert wird. Ein hochwertiger Schliff sorgt für maximale Brillanz und Funkeln, während ein schlechter Schliff den Diamanten matt wirken lassen kann.

Clarity (Reinheit)
Die Reinheit beschreibt, wie viele Einschlüsse oder Unreinheiten im Stein vorhanden sind. Je weniger Einschlüsse ein Diamant aufweist, desto höher ist seine Reinheitsstufe und damit auch sein Wert.

Color (Farbe)
Die Farbe eines Diamanten reicht von vollkommen farblos bis hin zu gelblichen oder bräunlichen Tönen. Farblosigkeit gilt als besonders wertvoll, da sie die Brillanz verstärkt. Die Skala reicht von „D“ (farblos) bis „Z“ (getönt).